Wasserkraft

Mit dem Boom der Textilindustrie entstanden anfangs des 19. Jahrhunderts im Zürcher Oberland eine Vielzahl von Spinnereien und Webereien. Alle abseits der grossen Städte auf dem Land an Bächen und Flüssen. So liess sich die Kraft des Wassers mittels Transmissionen direkt zum Antrieb der Maschinen nutzten. Auf dem Land stand zudem eine Vielzahl von billigen Arbeitskräften zur Verfügung. Anfangs des 20. Jahrhunderts wurden die Kraftwerksanlagen auf die Erzeugung von elektrischem Strom umgerüstet.

Am Aabach zwischen dem Pfäffiker- und dem Greifensee gibt es noch heute eine historisch einzigartige Kette von 12 solchen Kleinwasserkraftwerken. Auf einer Länge von 10 Kilometern wird der Höhenunterschied von 100 Metern in elektrische Energie umgewandelt, die heute rund 1000 Haushaltungen mit Strom versorgen.

In den Aufnahmen sind für das öffentliche Auge unzugängliche Krafterzeugungsanlagen dargestellt, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Die für alle erlebbare Kulturlandschaft hingegen ist von Stauweihern, Wehren, Kanälen und anderen technischen Installationen geprägt, die im Zusammenspiel mit dem Wasser eine pittoreske Wirkung entfalten. Und die von der schlauen aber auch unzimperlichen Art zeugen, wie frühere Generationen sich die Natur zum Untertan machten.


Die Aufnahmen entstanden im Rahmen eines Dokumentationsauftrags für die Denkmalpflege des Kantons Zürich.

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